25 Jahre Arburg-Leitrechnersystem ALS

(PresseBox) (Loßburg, ) .
- Jubiläumsfeiern an Arburg-Standorten Loßburg, Rednitzhembach und Radevormwald
- Pionierleistung: erste Leitrechner-Software der Spritzgießbranche
- ALS vernetzt, überwacht und dokumentiert

Eine Pionierleistung war 1986 die Erfindung des Arburg Leitrechnersystems ALS - der ersten Software speziell für Spritzgießbetriebe. Sie ermöglicht, Maschinen zu vernetzen, Prozesse zu überwachen und Einstelldaten zu dokumentieren. Heute ist ALS ein wertvolles Instrument, mit dem Spritzgießer konstant hohe Produktqualität erreichen, die Fertigung optimal auslasten, Stillstandzeiten minimieren und damit die Effizienz der Produktion deutlich steigern können.

Anlässlich des Jubiläums "25 Jahre ALS" lud Arburg im November 2011 zu Anwendertreffen an den deutschen Standorten Loßburg, Radevormwald und Rednitzhembach ein. Experten informierten über Einsatzmöglichkeiten des Leitrechnersystems und zeigten, wie damit die Effizienz in der Spritzteilefertigung optimiert werden kann. Rund 80 Geschäftsführer, Fertigungsleiter und ALS-Verantwortliche nutzten die Gelegenheit zu Erfahrungsaustausch und individueller Beratung. Fachvorträge zu den Meilensteinen von ALS, seiner Anwendung in der Medizintechnik und mobile Neuentwicklungen rundeten das Programm ab.

Historischer Rückblick

1954 entwickelte Arburg die erste Spritzgießmaschine zunächst für den Eigenbedarf. Die Nachfrage war so groß, dass sie zwei Jahre später in Serienfertigung ging. 1961 folgte die Erfindung des Allrounder-Prinzips und damit einer Maschine, die erstmals in mehreren Stellungen arbeiten konnte und wegweisende Anwendungen wie das Mehrkomponenten-Spritzgießen erschloss. Die weltweit erste elektronische Steuerung für Spritzgießmaschinen brachte Arburg 1972 auf den Markt und bereits drei Jahre später folgten Mikroprozessoren. Aus der Idee, eine "flexible Automatisierung des Spritzgießens" (FADS) zu realisieren, startete der mittelständische Maschinenbauer bereits 1985 das gleichnamige deutsche Verbundprojekt mit dem Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT). Daraufhin brachte Arburg 1986 - nur fünf Jahre nachdem der PC Einzug in Büros und Privathaushalte gehalten hatte - das wegweisende Leitrechner-System ALS auf den Markt. Bis zu diesem Zeitpunkt existierten im Spritzgießbereich keine Schnittstellen, geschweige denn Software-Lösungen für die Kommunikation von Maschine, Automation und Peripherie.

Maschinen, Steuerung und Software aus einer Hand

Die ALS-Kunden profitieren vom umfangreichen Arburg Know-how in der Spritzgießtechnik: Maschinen, Steuerung und das Leitrechner-System werden im eigenen Hause entwickelt und gefertigt; Vertrieb und Support kommen aus einer Hand. Die Software-Lösung hat Arburg praxisnah direkt auf die Anforderungen der Spritzgießer nach einwandfreier Prozess- und Teilequalität ausgerichtet. Seit 2009 ist ALS auch SAP-zertifiziert.

Verwaltung komplexer Spritzgießprozesse

Mit zunehmender Komplexität der Spritzgießprozesse steigt auch der Qualifizierungsbedarf von Auftragsplanern, Maschineneinrichtern und Bedienern. Ein modulares, leistungsstarkes Produktions-managementsystem (MES) sorgt für Transparenz in der Fertigung. ALS ist ein wertvolles Instrument für das zentrale Planen, schnelle Erfassen und übersichtliche Verwalten von Maschinen- und Auftragsdaten.

Der große Vorteil des ALS liegt in seiner Modularität. Ausgehend von einer Basis-Plattform lässt sich das System den individuellen Bedürfnissen des Unternehmens entsprechend erweitern. Die einzelnen Ausbausteine sind auf die jeweilige Konfiguration abstimmbar. Dadurch entsteht für jede Anforderung ein passendes System. Die Grundlage aller individuell gestaltbaren Arburg-Leitrechnersysteme bilden die Basisausbaustufen zur Maschinen- und Betriebsdatenerfassung (MDE und BDE). Diese lassen sich frei kombinieren und erweitern.

Inzwischen sind rund 5.000 Allrounder und Spritzgießmaschinen anderer Hersteller an ein Arburg-Leitrechnersystem angebunden. Die Arburg-Lösung wird dem Trend zur Technisierung von Spritzgießprozessen und den steigenden Forderungen nach lückenloser Qualitätssicherung gerecht. In Fertigungszellen werden neben Robot-Systemen immer mehr Peripheriegeräte und eine automatisierte Selektion von Gut- und Schlechtteilen in einer zentralen Steuerung integriert. Mit dem Leitrechnersystem lassen sich Maschinen und Anlagen übersichtlich miteinander verknüpfen, effizient steuern und alle Prozesse lückenlos dokumentieren. Verschiedene Aufträge können direkt einzelnen Maschinen zugeordnet werden. Auftragslage, Fertigungstermine und Stückzahlen sind auf einen Blick ersichtlich. Indem Änderungen im Produktionsprozess automatisch überwacht und dokumentiert werden, lässt sich darüber hinaus die Produktqualität aktiv verbessern.

Trend Mobilität

Aktuelle Produktionsdaten nur im Büro-Computer parat zu haben, reicht für ein modernes Informationsmanagement nicht immer aus. Stationäre Geräte werden zunehmend durch mobile Anwendungen ersetzt. Seit kurzem bietet Arburg eine neue Lösung für Smartphones: Mit "ALS Mobile" können Entscheider aktuelle Fertigungsdaten von überall in Echtzeit abrufen und sehr flexibel reagieren. Um in der Produktionsplanung die Leistungsfähigkeit fortlaufend zu messen und zu steuern, lassen sich per Smartphone z. B. aktuelle Berechnungen von OEE-Kennzahlen übermitteln. Diese "Overall Equipment Eficiency" - ein Quotient aus Qualität, Effektivität und Verfügbarkeit - gibt Aufschluss über die Wertschöpfung. Darüber hinaus ermöglicht das ALS-Analysetool Einblicke in aktuelle Zykluszeiten, laufende Aufträge, Schichten, Chargen, Stückzahlen und den momentanen Nutzungsgrad des Maschinenparks. Neben Smartphones lassen sich auch PC-Terminals, entsprechende Scanner und andere webfähige Geräte mit der neuen Funktion ausstatten.

ARBURG GmbH + Co KG

Der deutsche Maschinenbauer Arburg gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Spritzgießmaschinen für die Kunststoffverarbeitung mit Schließkräften zwischen 125 kN und 5.000 kN. Einsatzgebiete sind beispielsweise die Produktion von Kunststoffteilen für Automobile, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, Medizintechnik, Haushaltsgeräte und Verpackungen. Vervollständigt wird das Produktprogramm durch Robot-Systeme, komplexe Projekte und weitere Peripherie. Im Rahmen eines integrierten Managementsystems ist Arburg nach DIN EN ISO 9001 und 14001 zertifiziert. Arburg ist mit eigenen Organisationen in 24 Ländern an 32 Standorten und über Handelspartner in mehr als 50 Ländern vertreten. Produziert wird jedoch ausschließlich im Stammwerk in Loßburg (Deutschland) - mit dem Qualitätssiegel "made by Arburg - made in Germany". Von den insgesamt rund 2.150 Arburg-Mitarbeitern sind 1.800 in Deutschland beschäftigt, weitere 350 in den weltweiten Arburg-Organisationen.

Weitere Informationen über Arburg gibt es unter www.arburg.com

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