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Interim Manager müssen weiter Lücken im Unternehmen schließen - etablierte Lösung im HR-Management
AIMP-Providerumfrage 2012 auf dem Jahresforum Interim Management vorgestellt
Vier von zehn Projekten, die Interim Manager übernommen haben, sind Vakanzüberbrückungen. Den Grund hierfür sehen die Autoren der Studie im immer länger dauernden Rekrutierungsprozess für die Unternehmen. Da die deutschen Unternehmen überwiegend sehr schlank aufgestellt sind und damit kaum noch über eigene Mitarbeiter-Reserven verfügen, müssen Interim Manager vielfach die anstehenden Aufgaben während der Vakanz übernehmen. Darüber hinaus ist der Anteil, den Auslandsprojekte ausmachen auf 20 Prozent gesunken, während dieser Wert im vergangenen Jahr noch 9 Prozentpunkte höher lag.
"Die deutsche Wirtschaft hat im Rahmen der Globalisierung jede Menge im Ausland zu tun. Jedoch scheint es so, als würden die Unternehmen es bevorzugen, eigene Mitarbeiter aus dem Mutterunternehmen ins Ausland zu entsenden, weil diese Mitarbeiter über ein eigenes Netzwerk im Unternehmen verfügen und somit auftretende Schwierigkeiten viel schneller lösen können", so Jürgen Becker, Co-Autor der Providerumfrage und Geschäftsführer des auf Interim Management spezialisierten Internet-Marktplatzes Manatnet. "Das hat jedoch zur Folge, dass in den "lean" aufgestellten Mutterunternehmen Lücken gerissen werden. Hierfür bieten sich Interim Manager als perfekte Lösung an."
Erstmals seit fünf Jahren wird Interim Management vor allem wieder in den Königsbranchen - Pharma/Chemie, Maschinenbau, Automotive und besonders in der Telekommunikations- und Internet-Branche - nachgefragt. Ansonsten haben sich bei den von Interim Managern wahrgenommen Funktionen keine signifikanten Veränderungen zum Vorjahr abgezeichnet. Lediglich bei Personalern zeigt sich eine Art Sonderkonjunktur. So muss sich im "War for Talents" nun auch der Mittelstand gegen große Unternehmen behaupten. Er tut dies, indem er externes Expertenwissen von Interim Managern für seine strategische Personalarbeit einkauft. Der Anteil von Sanierungs- und Restrukturierungsprojeken liegt der Umfrage zufolge bei nur 13 Prozent.
Interim Management wird zudem immer bekannter und ist mittlerweile eine gängige Personallösung, denn in knapp einem Drittel der Fälle ist die Personalabteilung des Kunden der Verhandlungspartner für die Provider (Vorjahr: 22 Prozent), während die Geschäftsführung nur noch in 37 Prozent der Fälle am Tisch sitzt (Vorjahr: 47 Prozent).
Nach der Krise ist das Cash-Management der Unternehmen weniger stringent und die Entscheidung, einen Interim Manager zu beauftragen, nicht länger Chefsache.
Der Interim Management-Markt ist der Umfrage zufolge im Jahr 2011 um 35 Prozent gewachsen. "Dieses Wachstum ist zu einem großen Teil auf eine größere Anzahl von Interim Managern zurückzuführen (15.100; Vorjahr: 13.200), die nach Einschätzung der Autoren auf die AIMP-Poolanalyse aus dem Vorjahr zurückgeht. Die Poolanalyse wies allein für die AIMP-Provider eine um Doppelzählungen bereinigte Anzahl von knapp 11.000 Interim Managern aus", sagt Thorsten Becker, Geschäftsführer der Management Angels GmbH und Co-Autor der Studie. "Die auf 140 Tage gestiegene durchschnittliche Auslastung der Interim Manager (Vorjahr: 120 Tage) sowie der durchschnittliche Tagessatz von 930 Euro (Vorjahr: 887 Euro) haben zusätzlich das Marktwachstum unterstützt." Die Schätzungen prognostizieren für die nächsten drei Jahre ein weiteres Wachstum von elf bis zwölf Prozent pro Jahr.
Über die Studie
Die aktuelle Studie wurde vom Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) in Zusammenarbeit mit Dr. Vera Bloemer, Interim Expertin und Sachbuchautorin, initiiert und durchgeführt. Sie kann von der Webseite des AIMP www.aimp.de heruntergeladen werden. Autoren des Fragebogens: Jürgen Becker, Thorsten Becker und Dr. Vera Bloemer.
Über Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP)
Im Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) sind renommierte Interim-Dienstleister aus dem deutschsprachigen Europa zusammengeschlossen, um die Interessen der Provider zu vertreten. Im Wachstumsmarkt Interim Management steht der AIMP für mehr Transparenz, Professionalität und Qualität, aber auch für Innovation im Interim-Geschäft. AIMP-Mitglieder müssen Kompetenz und Kundenorientierung nachweisen und unterstützen einander kollegial. Der AIMP erfasst, analysiert und diskutiert aktuelle Marktzahlen sowie Trends, liefert Branchenanalysen und bezieht in Veröffentlichungen und Statements regelmäßig Stellung zu aktuellen Themen im Interim Management.
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