Apogenix erhält als Mitglied des Biotechnologie-Clusters Rhein-Neckar 2,6 Mio. Euro Forschungsförderung

(PresseBox) (Heidelberg, ) Das biopharmazeutische Unternehmen Apogenix GmbH, das neuartige Medikamente zur Behandlung von Krebs- und Entzündungserkrankungen entwickelt, gab heute den Erhalt von 2,6 Mio. Euro an öffentlichen Fördermitteln als Unternehmen des Biotechnologie-Clusters Rhein-Neckar (BioRN) bekannt. Im Jahr 2008 wurde der Biotechnologie-Cluster als einer der fünf wichtigsten deutschen Hightech-Standorte im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit 40 Mio. Euro ausgezeichnet. Apogenix wird die Fördergelder für zwei Projekte im Bereich Krebs- und Entzündungserkrankungen einsetzen.

Der Schwerpunkt des ersten Projekts liegt in der Entwicklung eines IL-4 Blockers zur Behandlung von Krebs - insbesondere solider Tumore, die resistent gegen Chemotherapeutika und Bestrahlung sind. IL-4 ist ein Zytokin, das in Krebs- und Krebsstammzellen exprimiert wird, wodurch die Apoptose blockiert und somit eine Resistenz gegenüber Behandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung hervorgerufen wird.

Apogenix' Ansatz basiert auf einer Blockade des IL-4-Rezeptors zur Wiederherstellung der Sensitivität der Krebszellen für eine solche Behandlung. Das Projekt wird von Apogenix koordiniert und in enger Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Peter Krammer am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) durchgeführt.

Das zweite Projekt soll die Entwicklung von Inhibitoren des CD95-Liganden (CD95L), insbesondere APG103, zur Behandlung chronischer Entzündungserkrankungen vorantreiben. CD95 ist ein Rezeptor, der sowohl die Apoptose als auch die Migration von z.B. Entzündungs-vermittelnden Zellen einleitet. Apogenix zielt darauf ab, den CD95-Liganden zu blockieren und Entzündungen somit von Beginn an zu verhindern. Die Erforschung des therapeutischen Potenzials und die Gewinnung präklinischer Daten von APG103 sowie weiterer CD95L-Inhibitoren erfolgt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Dr. Ana Martin-Villalba am Deutschen Krebsforschungszentrum und wird von Apogenix koordiniert.

Beide Projekte umfassen sowohl die Konstruktion, Herstellung und Charakterisierung neuartiger IL-4- und CD95L-Inhibitoren als auch Studien zu Pharmakologie, Pharmakokinetik, Sicherheit und Wirkungsweise. Apogenix beabsichtigt, die viel versprechendsten IL-4- und CD95L-Inhibitoren in die klinische Entwicklung zu bringen.

"Wir freuen uns sehr über diese Forschungsförderungen", so Dr. Thomas Höger, vorsitzender Geschäftsführer der Apogenix GmbH. "Sie unterstreichen Qualität und Potenzial unserer Forschungsaktivitäten und die Arbeit unserer Kooperationspartner am Deutschen Krebsforschungszentrum. Mit diesen Fördermitteln möchten wir unsere Projekte vorantreiben und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Krebs und chronischen Entzündungserkrankungen schaffen."

Apogenix GmbH

Das biopharmazeutische Unternehmen Apogenix GmbH entwickelt neuartige Medikamente, die ihre Wirksamkeit über die gezielte Beeinflussung von Signalübertragungswegen des CD95-Systems und des Interleukin-4-Rezeptors entfalten. Diese Signalwege spielen eine wesentliche Rolle in einer Vielzahl von Krebs- und Entzündungserkrankungen. Apogenix ist eine Ausgründung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) mit Sitz in Heidelberg. Seit 2005 konnte das Unternehmen 43 Mio. Euro in zwei Finanzierungsrunden einwerben. Hauptinvestor ist die Familie des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp.

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