Nicht immer ein Schnäppchen

Autofahren all-inclusiv / ADAC: Finanzierungsmodell mit Schattenseiten

(PresseBox) (München, ) Flatrates beim Telefonieren oder Internetsurfen gelten meist als besonders günstig. Autofahren per Flatrate kommt den Verbraucher dagegen teurer zu stehen als andere Finanzierungsmodelle. Dies hat der ADAC jetzt bei einem Vergleich von drei All-Inclusive-Angeboten der Hersteller Ford, Audi und Volvo herausgefunden. Bei diesem Verkaufsmodell werden 48 Monate lang Ratenzahlungen geleistet. Darin sind in der Regel Inspektions- und Wartungsarbeiten in der Vertragswerkstatt und auf Wunsch auch die Kfz-Versicherung enthalten.

Am günstigsten ist immer noch der Barkauf. Vor allem deshalb, weil man als Barzahler einen höchstmöglichen Rabatt auf den Listenpreis aushandeln kann und keine Finanzierungskosten anfallen. Aber auch die Ratenzahlung beim Hersteller sowie die Finanzierung über die Hausbank erweisen sich im Vergleich günstiger als die Flatrates, wenngleich die Unterschiede geringer ausfallen. Ein wichtiger Nachteil der Flatrate ist, dass der Listenpreis des Fahrzeugs in der Regel nicht verhandelbar ist. So entgeht dem Kunden ein üblicher Rabatt, den er ohne Flatrate erzielen könnte. Auch die teilweise hohen Bearbeitungsgebühren, die mehrere Hundert Euro betragen können, verteuern die Sorglos-Angebote der Hersteller. Das Angebot relativiert sich auch, wenn man bedenkt, dass in den ersten vier Jahren eines Fahrzeuglebens erfahrungsgemäß ohnehin kaum größere Reparaturen anfallen.

Was bleibt, ist der Komfort und die Bequemlichkeit, die eine Flatrate dem Käufer bietet. Er muss nicht selbst aktiv werden - der Aufwand für die Wahl der günstigsten Versicherung, für den Preisvergleich bei Reparaturarbeiten sowie für die Suche nach der besten Finanzierung entfällt. Auch muss er vier Jahre lang keine weiteren (Reparatur-)Kosten einkalkulieren und ist so vor bösen Überraschungen sicher. Die Fahrzeughersteller verfolgen nach Ansicht des ADAC mit ihren Angeboten vor allem zwei Ziele: Flatrates werden auf der Basis des Listenpreises berechnet - damit ist ein Feilschen um Rabatte von vorneherein nicht möglich. Außerdem müssen die Inspektions- und Wartungsarbeiten in einer Vertragswerkstatt durchgeführt werden. Auf diese Weise erreichen die Hersteller eine bessere Auslastung ihres Händlernetzes.

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