Alcatel verbindet die Supercomputer der Universitäten Stuttgart und Karlsruhe mit optischer 40-Gbit/s-Lösung

(PresseBox) (Stuttgart, ) Mit einer 40-Gbit/s-Verbindung zwischen den Rechenzentren der Universitäten Stuttgart und Karlsruhe hat Alcatel die schnellste kommerzielle Datenstrecke in Deutschland aufgebaut. Sie koppelt zwei Supercomputer über eine Strecke von 105 Kilometer, womit sich die Rechenkapazität nochmals steigern lässt. Pro Sekunde werden Daten im Umfang von 1,3 Millionen Textseiten übertragen.

Die Verbindung zwischen dem Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) und dem Scientific Supercomputing Center der Universität Karlsruhe (SSCK) ist Teil des Wissenschaftsnetzes "Baden-Württemberg extended LAN" (BelWü) und ist integriert in das europäische Forschungsnetz GÉANT. BelWü verbindet die neun Landesuniversitäten, 25 Fachhochschulen, acht Berufsakademien und andere wissenschaftliche Einrichtungen in Baden-Württemberg über schnelle Datenleitungen miteinander.


Durch die 40-Gbit/s-Strecke ist es möglich, den Höchstleistungsrechner NEC
SX-8 in Stuttgart und den Höchstleistungsrechner HP XC6000 in Karlsruhe zu koppeln, sodass beide Computer als ein Gesamtsystem (Cluster) agieren.
Damit verfügt diese Rechnerkombination über so viel Rechenpower, dass problemlos detaillierte 3D-Simulationen zeitgerecht durchgeführt werden können. In der endgültigen Ausbaustufe wird dieser Rechnerverbund dadurch einen Platz unter den Top 10 der schnellsten Rechner der Welt einnehmen.


Die 40-Gbit/s-Wavelength Division Multiplex-Lösung
(Wellenlängen-Multiplextechnik) von Alcatel mit dem Alcatel 1626 Light Manager (LM) ermöglicht den effizienten Transport großer Datenmengen über ein optisches Übertragungsnetz zwischen Supercomputer-Clustern. Für die Strecke zwischen Stuttgart und Karlsruhe hat Alcatel mehrere 10-Gbit/s Ethernet-Schnittstellen der beiden Großrechner über eine einzige WDM-Verbindung miteinander gekoppelt und dadurch außergewöhnlich geringe Latenzzeiten (Durchlaufverzögerungen) und höchste Transparenz erreicht.


Vier bidirektionale 10-Gigabit-Ethernet-Schnittstellen werden auf eine 40-Gbit/s-Wellenlänge aggregiert und ohne Zwischenverstärkung über eine Glasfaser transportiert.


SSCK und HLRS bilden gemeinsam das Höchstleistungsrechner-Kompetenzzentrum
Baden-Württemberg (HKZ-BW), das die 40-Gbit/s-Strecke betreibt. Neben den Wissenschaftlern können auch Unternehmen die gigantische Rechenleistung in Anspruch nehmen. Zu diesem Zweck wurde die Betreibergesellschaft (HKZ-BW) gegründet, an der neben dem Land und den Universitäten auch Unternehmen aus Baden-Württemberg wie T-Systems, Porsche und DaimlerChrysler beteiligt sind.


"Der Ausbau des BelWü-Netzes ist eine enorme Stärkung des Technologiestandorts Baden-Württemberg", erläutert Wolfgang Peters vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. "Die Lösung von Alcatel sichert Baden-Württemberg eine Spitzenposition in Europa und in der Welt, da wir uns damit auch in die Reihe internationaler Grid-Computing-Initiativen einreihen."


"Die Lösung von Alcatel steht an vorderster Front der technologischen Entwicklung. In keinem uns bekannten wissenschaftlichen Netz werden derzeit vergleichbare Datenraten über solche Entfernungen übertragen und im betrieblichen Umfeld genutzt", so Prof. Dr. Horst Hippler, Rektor der Universität Karlsruhe. "Die neuen Komponenten wurden eingebaut, ohne dass wir den Betrieb unseres Supercomputers unterbrechen mussten."


"Wissenschaftler und Forscher haben wachsenden Bedarf an Rechnerleistung, wie sie nur Supercomputer erbringen", erklärt Gerhard Mack, Leiter der Optical Network Division bei Alcatel in Stuttgart. "Die 40-Gbit/s-Technologie von Alcatel ermöglicht neue und zuverlässige Cluster und unterstützt damit die Forschungsaktivitäten von Wissenschaft und Wirtschaft."


Über BelWü:
"Baden-Württemberg extended LAN" ist das Netz der wissenschaftlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg und verbindet zurzeit mehr als 210.000 Computer von 2.500 Teilnehmern miteinander. Die schnellsten Verbindungen hatten bisher eine Übertragungsrate zwischen 2 und 10 Gbit/s. Die neue 40-Gbit/s-Strecke macht nun 40 Prozent der Gesamtkapazität des Netzes aus, das sich als Teil des Deutschen Forschungsnetzes DFN auch in die Netzstruktur des europäischen Forschungsverbunds GÉANT eingliedert.

Über HLRS und SSCK:
Der NEC-Supercomputer SX-8 des Höchstleistungsrechenzentrums der Universität Stuttgart (HLRS) ist mit 576 Prozessoren ausgestattet und rechnet rund 5.000-mal schneller als ein normaler PC. Das System besitzt eine Leistung von 12,7 TFLOP/s und einen Hauptspeicher von 9,2 TB. Damit ist der Rechner zurzeit einer der schnellsten Vektorrechner Europas (Platz
6 in Europa und Platz 27 weltweit). Am Scientific Supercomputing Center der Universität Karlsruhe (SSCK) wird in mehreren Stufen ein HP XC600-Cluster als Landeshöchstleistungsrechner installiert. In der Endausbaustufe wird das System über 1.200 Prozessoren mit einer Rechenleistung von rund 11 TFLOP/s verfügen, sowie über einen Hauptspeicher von mehr als 7 TB. Die unterschiedlichen Architekturen der beiden Rechner ergänzen sich optimal für ein breites Anwendungsspektrum. HLRS und SSCK bilden den Kern des Höchstleistungsrechner-Kompetenzzentrum Baden-Württemberg, das die 40-Gbit/s-Strecke betreibt.

ALE Deutschland GmbH

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