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Emder Flugunternehmen OFD kauft Flugzeuge in Neuseeland

(PresseBox) (Emden/Queenstown - Neuseeland, ) Die Ostfriesischer-Flug-Dienst GmbH (kurz OFD) aus Emden hat im neuseeländischen Queenstown zwei Flugzeuge des Typs Britten Norman Islander erworben. Die beiden Maschinen werden jetzt von einem australischen Spezialteam mit einem Ferryflug vom Ardmore Airport / Neuseeland nach Emden überführt.

Mehr als 20.000 Kilometer liegen vor Altveteran Captain Jim Hazelton und seinem Team von International Ferry Delivery Service. Dabei soll es einmal quer über den Pazifik und Atlantik gehen. Exotische Namen wie Keri Keri / Neuseeland, Pago Pago / Samoa, Christmas Island und Hilo / Hawai bestimmen die Flugroute, die dann über Hollister in Kalifornien via der Southern Route durch die USA nach Goose Bay / Neufundland und schließlich über Reykjavik / Island nach Bremerhaven führt. Aber bevor Hazelton und seine Team-Kollegen Alex McNeil und Stuart Caling sich auf den Weg machen konnten, gab es noch einiges zu tun.

Um die Flugzeuge für die Trans-Pazifik-Atlantik-Tour auszurüsten mussten zunächst die Passagier-Sitze weichen, um Platz für einen Spezialtank zu schaffen. Um die langen Strecken meistern zu können, werden in die Innenkabinen Sonderbehältnisse mit Raum für bis zu 300 U.S. Galonen (das sind umgerechnet 1.135,62 Liter) Flugbenzin eingebaut. "Viel Platz bleibt da nicht mehr", erklärt Altveteran Hazelton, der über viel Erfahrung im Bereich der Überführungsflüge verfügt. "Es bedarf einer besonders guten Vorbereitung der Flugroute", verrät Hazelton und auch McNeil und Caling haben bereits viel Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt. Mit 91 Trans-Pazifik-Überführungen und 59 Trans-Atlantik-Überführungen sowie mehr als 31.000 Flugstunden haben die Piloten bereits viele Anforderungen gemeistert.

Am Mittwoch, den 4. September 2013 um 14.30 Uhr neuseeländischer Zeit, was 04.30 Uhr deutscher Zeit entspricht, begibt sich das dreiköpfige Team auf Kurs. Zunächst fliegen die drei Piloten von Ardmore nach Keri Keri / Neuseeland, um von dort auf den Pazifik zu überqueren.

"Wenn alles gut läuft dauert die Überführung 21 Tage", erklärt Peter Nierenberger, Geschäftsführer der OFD. Er hatte über einen Tipp die Maschinen auf der anderen Seite der Welt ausfindig gemacht und sich gemeinsam mit Klaus Schweitzer, dem stellvertretenden Technik-Leiter und zugleich dienstältesten Mitarbeiter, auf den Weg gemacht, um die Flugzeuge vor Ort zu begutachten. "Die Britten Norman Islander haben sich im Seebäderverkehr zu den Inseln mehr als bewährt. Größe und Passagierzahl der Maschinen sind für uns optimal einsetzbar, daher wollen wir unsere Flotte verstärken, um jederzeit flexibel auf die Gästewünsche eingehen zu können", erläutert Nierenberger den Kauf. "In Europa sind diese Maschinen kaum zu bekommen, da dieser Flugzeugtyp eine Spezialkonstruktion darstellt. Die Flugzeuge gelten als besonders zuverlässig, fliegen auch unter stärkeren Windverhältnissen und können von kurzen Start- und Landebahnen aus operieren. Die Maschinen haben uns auf Anhieb überzeugt, da sie in einem sehr guten technischen Zustand sind. Wir haben daher nicht lange gezögert und gleich den Kauf perfekt gemacht", erklärt Nierenberger weiter.

Bisher wurden die Maschinen für Rundflüge im Milford Sound (Fjord) in den Neuseeländer Alpen auf der Südinsel eingesetzt. Dieser ist eine verwinkelte, tiefblaue Meereszunge von spektakulärer Schönheit und Erhabenheit die von der tasmanischen See bis tief in den von der UNESCO als Weltnaturerbe eingestufte Fjordland Nationalpark hineinreicht. Die vielfältige Natur besticht durch den "Mitre Peak" ("Bischofsmütze) und zahlreiche, gewaltige Wasserfälle, von denen die 145m-hohen Bowen-Fälle Berühmtheit erlangt haben. Neben den spektakulären Aussichten, können in der Tierwelt Delfine, Pinguine und Robben aus nächster Nähe betrachtet werden. Der Milford Sound gilt als Naturwunder und lockt jährlich viele Reisende aus aller Welt an. "Die Anforderungen des Einsatzgebietes zeigen, wie zuverlässig die Britten Norman sind", kommentiert Nierenberger.

Die Britten-Norman BN-2 Islander (IATA-Code BNI, ICAO-Code BN2P) ist ein zweimotoriges Flugzeug der Allgemeinen Luftfahrt mit bis zu zehn Sitzplätzen. Sie wurde Anfang der 1960er-Jahre als Mehrzweckflugzeug insbesondere für die Anbindung schlecht erschlossener Regionen mit unbefestigten Flugplätzen konzipiert (Inselverkehr, tropischer Regenwald, Outback). Seither hat sie sich zum Inbegriff des "Buschflugzeugs" entwickelt. Mit einem Produktionszeitraum von rund 40 Jahren und über 1200 produzierten Einheiten gehört sie zu den erfolgreichsten europäischen Flugzeugentwicklungen. Der Beiname "Islander" verweist einerseits auf die Auslegung der Maschine für Seeklima und Inselverkehr (Einsatz bei Böigkeit und Seitenwind), andererseits auf den Sitz des Flugzeugherstellers Britten-Norman Group, der in Bembridge auf der britischen Isle of Wight beheimatet ist.

Quelle: Wikipedia

Die Ostfriesischer-Flug-Dienst GmbH (OFD) geht auf die frühere OLT Ostfriesischer Lufttransport GmbH zurück. Als eines der ältesten deutschen Luftfahrtunternehmen wurde die OFD / OLT im Jahr 1958 in Emden gegründet und kann heute auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Drei Jahre nach dem 50ten Jubiläum beschloss der Gesellschafter Aktien-Gesellschaft "EMS" sich vom Regionalflug zu trennen und künftig wieder reinen Seebäderdienst anzubieten.

Die OFD fliegt heute von Emden nach Borkum und zu den Ostfriesischen Inseln sowie von Bremerhaven und Heide-Büsum nach Helgoland. Weiterhin werden Charter- und Rundflüge angeboten. Die Gesellschaft verfügt über fünf Maschinen des Typs Britten Norman Islander, einen Gippsland Airvan GA8 und eine Cessna 172. Insgesamt arbeiten heute 20 Mitarbeiter für die Emder Fluggesellschaft.

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