Wandel und Beständigkeit

Geschichte der Akademie Klausenhof

(PresseBox) (Hamminkeln, ) "Krönung der ländlichen Bildungsarbeit" titelten die Zeitungen landauf und landab, als im Mai 1959 der Klausenhof feierlich durch den Vorsitzenden der Bischofskonferenz Kardinal Frings eingeweiht wurde. Ein Ereignis von nationaler Bedeutung - schließlich sollte der Klausenhof eine zentrale Ausbildungsstätte für die Führungselite der katholischen Landjugendarbeit in der ganzen Bundesrepublik sein. Der anfänglich begeisterte Schwung hielt rund zehn Jahre, dann brachen die auch wirtschaftlich wichtigen Standbeine Vorbereitung von Entwicklungshelfern und der Kurstyp "Bildungsreferent" weg. Das neue Arbeitsförderungsgesetz ermöglichte einen Ausweg:

Am 1. September 1970 startete der erste (eineinhalbjährige) Umschulungskurs zum "kaufmännischen Gehilfen" (Bürokaufmann) zunächst für ausscheidende Landwirte. Zur selben Zeit begannen auch Lehrgänge, in denen sich Berufstätige im Klausenhof auf die Eingangsprüfung zum Studium an einer Pädagogischen Hochschule vorbereiten konnten.

Der neue Klausenhofdirektor Dr. Josef Bennemann, der vorher als Dozent im Franz-Hitze-Haus gearbeitet hatte, leitete in der Folgezeit eine Phase der Expansion ein. Er erweiterte das Angebotsspektrum enorm und baute den Klausenhof auch räumlich aus. Der Klausenhof entwickelte sich so von dem Klausen"dorf" der Anfänge zu einer Klausen"stadt", wie der Gründer Prälat Wissing später einmal bemerkte.

Viele wichtige Besucher verzeichnete die Akademie in ihrer Geschichte, Bischof Dom Helder Camara aus Brasilien oder Prof. Ota Sik, der tschechische Präsident, um nur zwei Persönlichkeiten zu nennen.

Bundespräsident Heinemann kam 1974 zu einem ausführlichen Besuch. Neben dem Ausbau der beruflichen Bildung ab 1970 expandierten vor allem alle Kurse, die mit der Integration von Migranten zu tun hatten. Nebenstellen in Borken (Haus Asien) und Issum wurden aufgebaut. Mit der Übernahme der Einrichtungen der Steyler Missionsschwestern in Rhede, konnte die Arbeit in Dingden und Rhede konzentriert werden.

Im Laufe der Zeit sind immer wieder neue Kurstypen entstanden und wieder verschwunden, wenn die Kostenträger wie Bundesanstalt für Arbeit oder andere eine veränderte Geschäftspolitik fuhren.

Eine durchgängige Linie von den Anfängen bis heute bildet die Internationale Ausrichtung der Bildung in der Akademie Klausenhof mit europäischen Projekten, Kursen für die jugendlichen Migranten, Fortbildungen für Deutschlehrer, vorwiegend aus Osteuropa und die Sprachkurse "Deutsch", die von vielen ausländischen Priestern und Ordensangehörigen aus aller Welt besucht wurden und werden.

Die öffentliche Förderung von allgemeiner und beruflicher Weiterbildung ist von einem ständigen Auf und Ab geprägt. So kommt ein weiterer Vorteil des Klausenhofs zum Zuge: die Vielfalt und Flexibilität. Bis heute heißt es darum: schnell auf Ausschreibungen reagieren, interessante Projektanträge schreiben, mit Partnern eng kooperieren, spitz kalkulieren. Der Wille und die Notwendigkeit zur Veränderung und das beständige Bekenntnis zur katholischen Soziallehre sind die wesentlichen Stützen, die der Klausenhof bis heute trägt.

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