Dritter Zeitungs-Workshop von Agfa blickte im Druckhaus Spandau in die Zukunft der Zeitungs-produktion

Die Steigerung der Qualität im Zeitungsdruck stand im Zentrum des Interesses der Teilnehmer aus Nord- und Ostdeutschland

(PresseBox) (Köln, ) Wie lässt sich Qualität in der modernen Zeitungsproduktion effizient und zuverlässig steigern? Diese Frage stand im Mittelpunkt des dritten Workshops „Von Zeitung zu Zeitung“, den Agfa und die Axel Springer AG am 17. November 2005 gemeinsam im Druckhaus Spandau veranstalteten. Insgesamt mehr als 20 Teilnehmer aus nord- und ostdeutschen Zeitungshäusern aller Größenordnungen waren nach Berlin gekommen, um sich in Theorie und Praxis mit dem Thema Qualitäts-Management zu beschäftigen. Dafür bot das Druckhaus Spandau ein ideales Umfeld, werden hier doch pro Tag bis zu 3,6 Mio. Zeitungen und Akzidenzen gedruckt – angefangen bei den eigenen lokalen und überregionalen Zeitungen wie Berliner Morgenpost und BZ über Teilauflagen der Bild, Bild am Sonntag, Die Welt, Welt am Sonntag und Welt Kompakt über Zeitungen anderer Verlage wie Teilausgaben Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt sowie Komplettausgaben des Tagesspiegels und der Regionalzeitung Potsdamer Neueste Nachrichten. Das Gesamtproduktionsvolumen wird durch eine Vielzahl von Akzidenzen abgerundet.

Ein solches Druckvolumen erfordert eine logistische Höchstleistung mit entsprechend hohen Anforderungen insbesondere auch an das Qualitäts-Management. „Wir haben unsere Prozesse weitgehend automatisiert und brauchen deshalb eine umso intelligentere Steuerung durch Mitarbeiter mit besonderen Fähigkeiten“, erklärte Claus Pengel, Werkleiter des Druckhauses Spandau, zur Begrüßung der Workshop-Teilnehmer. Olaf Hopf, Leiter Druckvorstufe der Zeitungsgruppe Berlin, stellte anschließend die ‚Qualitätsoffensive 2005’ des Unternehmens vor: „Wir setzen die ISO-Norm 12647-3 an allen unseren Druckstandorten um.“ Zentrale Bausteine dabei seien vor allem das ICC-Profil ISOnewspaper26v4, ein durchgängiger Austausch aller Monitore, das Arbeiten mit der Bildoptimierungs-Software :IntelliTune und der crossmodulierten Rastertechnologie :Sublima von Agfa, die Installation von Digitalproof-Drucksystemen am jedem Druckstandort sowie Abstimmungsgespräche mit allen wichtigen Kunden.

„In der Druckplattenherstellung ist das Arbeiten mit Standards der Schlüssel zur Qualitätssicherung“, betonte Rüdiger Detjens, im Druckhaus Spandau für die Druckplattenherstellung verantwortlich. Beispielsweise habe man alle CtP-Systeme konsequent auf die Violet-Technologie umgestellt, protokolliere kontinuierlich alle Passerwerte und inspiziere generell einmal wöchentlich alle CtP-Systeme. Anschließend berichtete Uwe Plentz, wie er seine Aufgabe – die Qualitätssicherung in der Rotation – umsetzt. Dabei sind die Sensibilisierung der Mitarbeiter, die enge Zusammenarbeit aller Abteilungen von der Herstellung bis zur Weiterverarbeitung und die ständige Kontrolle aller eingesetzten Materialien die elementaren Maßnahmen.
„Der Prozess des Automatisierens und Optimierens der Zeitungsproduktion ist noch lange nicht abgeschlossen“, brachte Rainer Kirschke, bei Agfa Leiter des Vertriebssegments Zeitung in Deutschland und der Schweiz, die aktuelle Situation in den Zeitungshäusern auf den Punkt. „Insbesondere im Qualitäts-Management ist nach wie vor überall ein Feintuning notwendig und möglich.“ Dabei müsse jeweils ein optimaler Kompromiss zwischen den genutzten Komponenten – Druckplatten, Rastertechnologien, Rotationen, Papieren, Farben und digitalen Vorlagen – gefunden werden. Und dieser sehe letztlich in jedem Zeitungshaus anders aus.
Kirschke erklärte, wie heute in der Zeitungsherstellung beispielsweise dank der crossmodulierten Rastertechnologie :Sublima ohne zusätzlichen Aufwand im Druck eine bislang nicht gekannte Qualität erreichbar ist. „:Sublima ermöglicht in Bildern eine stabile Übertragung der Lichter- und Schattenbereiche und damit eine deutlich bessere Wiedergabe von Details bei gleichzeitig glatten Flächen und stufenlosen Rastern.“ Gleichzeitig werde die Gefahr von Objekt-Moirés reduziert und die Sichtbarkeit der Raster-Rosettenstrukturen verringert. Anhand einer ganzen Reihe sehr unterschiedlicher Druckmuster aus verschiedenen Zeitungshäusern, die seit einiger Zeit mit :Sublima arbeiten, konnten sich die Teilnehmer des Workshops persönlich von den Vorteilen der innovativen Rastertechnologie überzeugen.
Andreas Noack, bei Agfa Key Account Manager im Vertriebssegment Zeitung, zeigte schließlich auch anhand der Bildoptimierungs-Lösung :IntelliTune auf, wie sich die Qualität in der Zeitungsproduktion mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichtlich steigern lässt. „Überall dort, wo ein hohes Bildaufkommen schnell und in vorhersagbarer Qualität bearbeitet werden muss, analysiert :IntelliTune automatisch die Bildqualitäten und hebt sie binnen weniger Sekunden auf ein einheitliches Qualitätsniveau.“ Damit werde unter anderem in Zeitungen ein sehr homogener Eindruck erreicht, obwohl die Bilddaten in aller Regel aus sehr unterschiedlichen Quellen stammen.

Über die heutigen Notwendigkeiten der Prozess-Optimierung in der täglichen Produktion hinaus blickten die Teilnehmer des Workshops auch in die Zukunft der Zeitungsherstellung. Dabei stimmte man weitgehend darin überein, dass ein auf absehbare Zeit erreichbares Ziel zunächst die chemielose Druckplattenherstellung sein wird. Für die fernere Zukunft prognostizierte Kirschke, dass „voraussichtlich innovative Inkjet-Technologien auch in der Zeitungsherstellung eine wichtige Rolle spielen werden.“ Das sei unter anderem ein Thema, mit dem sich Agfa für unterschiedliche Anwendungen intensiv beschäftige, um Kunden auch in Zukunft innovative Produktions-Technologien liefern zu können.

Agfa Graphics NV, Zweigniederlassung Deutschland

Die Agfa-Gevaert-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Unternehmen bei Imaging-Lösungen und Informationstechnologien. Agfa entwickelt, produziert und vermarktet analoge und digitale Systeme für die Druck- und Medienindustrie (Agfa Graphics), für das Gesundheitswesen (Agfa HealthCare) sowie filmbezogene Produkte und spezielle industrielle Anwendungen (Agfa Materials). Agfa hat seinen Hauptsitz in Mortsel, Belgien. Das Unternehmen ist in 40 Ländern aktiv und verfügt über Vertretungen in weltweit weiteren 100 Ländern. 2006 erzielte die Agfa-Gevaert-Gruppe einen Umsatz von 3,401 Milliarden Euro.

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