20 Jahre Ökostrom-Ausbau: Deutsches Fördergesetz erweist sich als Treiber für technologische Innovationen

(PresseBox) (Berlin, ) Der Ausbau Erneuerbarer Energien im Strombereich vollzieht sich in Deutschland seit 20 Jahren dynamisch und effektiv. Der regenerative Anteil am deutschen Stromverbrauch hat sich in diesem Zeitraum auf 16 Prozent verfünffacht. Dabei wurden Entwicklungsschübe ausgelöst, die einzelnen Technologien zum globalen Durchbruch verhalfen. Eine Forschungsarbeit der TU Berlin zeichnet die "Biographie des Innovationsgeschehens" Erneuerbarer Energien in Deutschland nach. Das Fazit: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind wesentlich für den Erfolg der unterschiedlichen Erneuerbare-Energien-Technologien verantwortlich. Das deutsche Fördermodell wird deshalb mittlerweile weltweit kopiert.

Das 1990 verabschiedete Stromeinspeisegesetz und sein Nachfolger, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000, haben entscheidende Impulse für den Ausbau einer zunehmend regenerativen Stromversorgung gesetzt, so die Analyse. "Die gesetzliche Förderung ebnete technischen Innovationen den Weg", bilanziert der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer in einem Vorwort zur Studie. Die spezifischen Kosten der Erneuerbaren Energien konnten dadurch schneller als erwartet gesenkt werden.

Die wissenschaftliche Analyse zeichnet die politische und technische Entwicklung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Deutschland nach. Dabei wird deutlich, dass der technische Reifeprozess der unterschiedlichen Technologien in engem Zusammenhang mit den jeweiligen politischen Rahmenbedingungen steht. "Wenn die Weichen richtig gestellt sind, werden Erneuerbare Energien zum Selbstläufer", kommentiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, die Studienergebnisse.

"Die Erneuerbaren Energien stellen eine Vielzahl von Technologieoptionen bereit, die unsere Energieversorgung sicher, bezahlbar und 20 Jahre Ökostrom-Ausbau: Deutsches Fördergesetz erweist sich als Treiber für technologische Innovationen klimafreundlich machen." Es gehe jetzt darum, die dynamische technologische Entwicklung aufrechtzuerhalten, so Mayer weiter. Der im EEG geregelte Vorrang der Erneuerbaren Energien bei der Einspeisung ins Stromnetz sei dafür die Grundvoraussetzung. "Das EEG hat sich als lernendes Instrument erwiesen. Durch kleine Justierungen konnten technische Innovationen befördert oder Fehlentwicklungen korrigiert werden", sagt Mayer.

"Das EEG hat sich als das wichtigste und erfolgreichste Instrument für die Markteinführung der Erneuerbaren Energien im Strombereich erwiesen", stellt Prof. Töpfer in seinem Vorwort fest. "Es ist ein Exportschlager deutscher Umweltpolitik geworden. Diese erfolgreiche Entwicklung gilt es fortzusetzen, um baldmöglichst den vollständigen Umstieg auf eine regenerative Energieversorgung zu schaffen."

Die Zusammenfassung der Studie mit Vorwort von Prof. Dr. Klaus Töpfer finden Sie im Internet unter: http://www.unendlich-vielenergie.

de/uploads/media/41_Renews_Spezial_20_Jahre_EE-Strom- Foerderung.pdf

Agentur für Erneuerbare Energien e.V.

Die Agentur für Erneuerbare Energien wird getragen von den Unternehmen und Verbänden der Erneuerbaren Energien-Branche und unterstützt durch die Bundesministerien für Umwelt und für Landwirtschaft. Sie betreibt die bundesweite Informationskampagne "deutschland hat unendlich viel energie", die unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer steht. Ihre Aufgabe ist es, über die Chancen und Vorteile einer nachhaltigen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien aufzuklären - vom Klimaschutz über eine sichere Energieversorgung bis zu Arbeitsplätzen, wirtschaftlicher Entwicklung und Innovationen. Die Agentur für Erneuer-bare Energien arbeitet partei- und gesellschaftsübergreifend.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.