Arbeitslosenquote sinkt auf 4,3 Prozent - absoluter Tiefstand im Jahr 2010

(PresseBox) (München, ) Die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen sank im Monat Oktober gegenüber dem Vormonat um 653 Personen auf nun 52.704. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. "Die Herbstbelebung am regionalen Arbeitsmarkt ist überaus erfreulich. Die Zahl der Arbeitslosen ist seit Januar kontinuierlich gesunken, so dass wir nun einen absoluten Tiefstand in diesem Jahr verzeichnen können", betont Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München. Im Vergleich zu Oktober 2009 liegt die Zahl der Arbeitslosen um 6.771 Personen niedriger. Die Arbeitslosenquote lag im Vorjahr bei 5,0 Prozent.

Die äußerst positive Entwicklung macht sich in der gesamten Region München bemerkbar: Am stärksten ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Starnberg (- 5,3 Prozent auf 1.638 Personen) gesunken, dicht gefolgt von den Landkreisen Dachau (- 4,4 Prozent auf 2.041 Personen) und Ebersberg (- 4,4 Prozent auf 1.677 Personen). Es folgen der Landkreis Fürstenfeldbruck (- 1,5 Prozent auf 3.653 Personen), der Landkreis München (- 1,4 Prozent auf 4.769 Personen) und zuletzt die Landeshauptstadt München (- 0,7 Prozent auf 38.926 Personen).

Im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III (betreut von der Agentur für Arbeit) waren im Oktober 23.701 Personen arbeitslos gemeldet, im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II (betreut von ARGEN und getrennter Trägerschaft) meldeten sich 29.003 Frauen und Männer arbeitslos.

Kurzarbeit tendenziell sinkend

Aufgrund der Abrechnungslisten liegen als vorläufige Hochrechnung die Zahlen für Juni vor. Es waren 936 Betriebe und 8.704 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Die Tendenz ist damit weiter abnehmend. Die endgültigen Zahlen liegen nun für April 2010 vor: hier waren 1.100 Betriebe und 12.367 Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen.

Arbeitslosigkeit bei einzelnen Personengruppen - Jugendarbeitslosigkeit der 15- bis unter 25-Jährigen wieder unter 4.000

Mit 3.939 arbeitslosen Menschen unter 25 Jahren sank deren Zahl im Oktober um 300 bzw. 7,0 Prozent im Vergleich zum September 2010. Im Vorjahresvergleich konnte ein Rückgang von 713 Personen bzw. 15,3 Prozent verzeichnet werden. Bei der Untergruppe der 15 bis unter 20-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit um 100 Jugendlich gegenüber September 2010. Im laufenden Geschäftsmonat waren somit 951 Personen unter 20 Jahren ohne Arbeit. Das ist ein Plus von 11,8 Prozent. "Wir müssen alles daran setzen, diesen Jugendlichen den Weg in die Berufsausbildung zu ebnen. Die Vermittlungsaktivitäten der Agentur für Arbeit München laufen derzeit auf Hochtouren", so Becking weiter.

Die Zahl der älteren Arbeitslosen von 50 bis unter 65 Jahren blieb fast konstant. Sie stieg im Vergleich zum Vormonat um 16 bzw. 0,1 Prozent auf insgesamt 16.213 Personen. Im Vergleich zum Oktober 2009 verringerte sich die Zahl der älteren Arbeitslosen um 479 bzw. um minus 2,9 Prozent.

Nachfrage an Arbeitskräften steigt

Mit 11.045 gemeldeten Stellen verzeichnet der Bestand einen Zugang von 177 im Vergleich zum Vormonat. Das sind 2.924 bzw. 36,0 Prozent mehr als im Oktober 2009 (1). Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit München im Berichtsmonat über 4.100 neue Arbeitsstellen, das sind 309 (+ 8,1 Prozent) mehr als im September 2010. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 552 mehr gemeldete Stellen, ein Plus von 15,5 Prozent.

"Vor allem im Dienstleistungssektor, im Handel im Gesundheits- und Sozialwesen und im Gastgewerbe wird nach Arbeitskräften gesucht. Oberstes Ziel der Agentur für Arbeit ist es, arbeitslos gewordenen Menschen schnell wieder Arbeit zu vermitteln und Arbeitgeber bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften zu unterstützen. Unter der Service-Nummer 01801 / 66 44 66 (2) fordern wir die Betriebe weiterhin auf, freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeberservice berät zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", erklärt Becking abschließend.

(1) Mit Berichtsmonat Juli 2010 stellt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit die Berichterstattung über die gemeldeten Arbeitsstellen um. Die statistische Berichterstattung soll vereinfacht und auf die Einstellungsbereitschaft der Betriebe und Verwaltungen ausgerichtet werden. Die Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen wird deshalb nicht mehr die geförderten Stellen des sogenannten zweiten Arbeitsmarktes umfassen. Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige / freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung.

(2) Festnetzpreis 3,9 ct / min; Mobilfunkpreise, höchstens 42 ct / min

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