Agennix AG berichtet über den Geschäftsverlauf im Ersten Quartal 2010

(PresseBox) (Martinsried/München/US-Standorte in Princeton, NJ, und Houston, TX, ) Agennix AG (Deutsche Börse: AGX) berichtete heute über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2010.

Erstes Quartal 2010 im Vergleich zum ersten Quartal 2009 Das Unternehmen ist aus dem am 5. November 2009 wirksam gewordenen Unternehmenszusammenschluss der Agennix Incorporated und GPC Biotech AG hervorgegangen. Da GPC Biotech AG bei dieser Transaktion als bilanzieller Erwerber identifiziert wurde, werden als historische Finanzinformationen für die entsprechenden Vergleichsperioden diejenigen der GPC Biotech aufgeführt.

Das Unternehmen wies im ersten Quartal 2010 sowie im Vergleichszeitraum des Jahres 2009 keinen Umsatz aus.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F&E) erhöhte sich im ersten Quartal 2010 um 355% auf 5,0 Millionen Euro (Q1 2009: 1,1 Millionen Euro). Der Anstieg der F&E-Aufwendungen ist vornehmlich auf höhere Kosten im Zusammenhang mit klinischen Studien für Talactoferrin sowie einen Anstieg der Anzahl der Beschäftigten in Folge des Unternehmenszusammenschlusses und auf eine in der Vorjahresperiode gebuchte Gutschrift in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufgrund von Kündigungen von Aktienoptionen und Wandelanleihen, die in den Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung enthalten war, zurückzuführen.

Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich im ersten Quartal 2010 um 46% auf 2,1 Millionen Euro (Q1 2009: 3,9 Millionen Euro). Der Rückgang der Verwaltungsaufwendungen ist hauptsächlich auf die im Vorjahreszeitraum im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss angefallenen Einmalkosten in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro zurückzuführen (Bankberatung, Rechtsberatung, Prüfung sowie sonstige Kosten, die in Verbindung mit dem Unternehmenszusammenschluss angefallen sind). Dieser Effekt wird teilweise durch einen Ertrag in Höhe von 1,7 Millionen Euro ausgeglichen, der im gleichen Zeitraum des Vorjahrs in Form einer Gutschrift, in Folge des Verfalls von Aktienoptionen und Wandelanleihen, in den Vergütungsaufwendungen enthalten war.

Der Periodenfehlbetrag belief sich im ersten Quartal 2010 unverändert zur Vorjahresperiode auf -4,3 Millionen Euro. Der Periodenfehlbetrag vor Ertragsteuern betrug im ersten Quartal 2010 -6,0 Millionen Euro im Vergleich zu -4,3 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Der Unterschied zwischen "Periodenfehlbetrag" und "Periodenfehlbetrag vor Ertragsteuern" im ersten Quartal 2010 ergibt sich aus einer nichtzahlungswirksamen latenten Ertragsteuergutschrift in Höhe von 1,7 Millionen Euro als Folge der Bilanzierung der Kaufpreis-Allokation in Verbindung mit dem Unternehmenszusammenschluss.

Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im ersten Quartal 2010 auf -0,23 Euro im Vergleich zu -0,58 Euro im selben Zeitraum 2009. Der Betrag je Aktie für 2009 wurde rückwirkend angepasst, um dem Umtauschverhältnis (5:1) im Rahmen des Aktientausches bei der Verschmelzung der GPC Biotech AG auf die Agennix AG Rechnung zu tragen.

Finanzielle Situation

Zum 31. März 2010 verfügte Agennix AG über liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 13,6 Millionen Euro (31. Dezember 2009: 11,5 Millionen Euro), darunter 0,1 Millionen Euro als Sicherheit hinterlegte liquide Mittel. Der Netto-Cash-Burn für das erste Quartal 2010 betrug 7,6 Millionen Euro. Der Netto-Cash-Burn wird durch die Addition des Mittelabflusses aus operativer Geschäftstätigkeit und der Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte berechnet. Die Zahlen zur Berechnung des Netto-Cash-Burn werden in der Konzern-Kapitalflussrechnung der betreffenden Periode ausgewiesen.

Erstes Quartal 2010 im Vergleich zum vierten Quartal 2009 Im ersten Quartal des Jahres 2010 verzeichnete das Unternehmen keinen Umsatz, im Vergleich zu 7,5 Millionen Euro im vierten Quartal 2009. Die Gesellschaft erfasste im vierten Quartal 2009 einen Ertrag in Höhe von 7,4 Millionen Euro, der zuvor als Umsatzabgrenzung im Zusammenhang mit dem Vertrag mit Yakult über die Entwicklung von Satraplatin in Japan ausgewiesen war. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand belief sich im ersten Quartal 2010 auf 5,0 Millionen Euro im Vergleich zu 2,9 Millionen Euro im vierten Quartal 2009. Die Verwaltungsaufwendungen betrugen im ersten Quartal 2010 2,1 Millionen Euro im Vergleich zu 5,2 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Der Periodenfehlbetrag belief sich auf -4,3 Millionen Euro im Vergleich zu -1,3 Millionen Euro im vierten Quartal 2009. Der Periodenfehlbetrag vor Ertragsteuern betrug im ersten Quartal 2010 -6,0 Millionen Euro im Vergleich zu -2,5 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) belief sich im ersten Quartal 2010 auf -0,23 Euro im Vergleich zu -0,09 Euro im vorangegangenen Quartal.

Dr. Torsten Hombeck, Finanzvorstand, kommentierte: "Mit dem Verlauf des ersten Quartals 2010 sind wir sehr zufrieden: Die Phase-2-Studie mit Talactoferrin bei schwerer Blutvergiftung lieferte uns weitere positive Ergebnisse. Die FORTIS-M-Studie wurde in Gebiete außerhalb der USA nach Europa und in weitere Regionen ausgeweitet. Im Rahmen einer Privatplatzierung konnten wir einen Erlös in Höhe von 9,8 Millionen Euro erzielen." Dr. Hombeck führte fort: "In den kommenden Monaten werden wir uns auf die Weiterentwicklung von Talactoferrin in den Indikationen nichtkleinzelliger Lungenkrebs sowie schwere Blutvergiftung konzentrieren. Wir planen eine umfangreiche Anschlussfinanzierung, um die Sicherstellung der Finanzierung von Agennix bis zum nächsten wichtigen Meilenstein mit Talactoferrin, den Phase-3-Daten bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs, die voraussichtlich bis zum Jahresende 2011 verfügbar sein werden, zu gewährleisten."

Finanzausblick

Die Gesellschaft erwartet für das noch verbleibende Jahr 2010 keine wesentlichen Umsätze. Diese Prognose beinhaltet jedoch keine Zahlungsmittel aus potenziellen Verpartnerungen der Produktkandidaten der Gesellschaft, da dies zeitlich schwer vorherzusagen sind.

Die Gesellschaft rechnet mit deutlich ansteigenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Vergleich zu 2009, basierend auf steigenden Kosten im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Fortschreiten der Phase-3-Studien mit Talactoferrin bei nicht kleinzelligem Lungenkrebs. Darüber hinaus plant die Gesellschaft, die klinische Entwicklung von Talactoferrin bei schwerer Blutvergiftung weiter fortzuführen. Es wird erwartet, dass die Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen werden, da die Einmaleffekte von 2009 im Zusammenhang mit der Verschmelzung 2010 nicht mehr zum tragen kommen werden.

Agennix AG geht davon aus, dass der derzeitig vorhandene Bestand an liquiden Mitteln die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bis in das dritte Quartal 2010 sichern wird. Die Gesellschaft plant im Laufe des Jahres 2010 weitere Finanzmittel einzuwerben, um über diesen Zeitraum hinaus ausreichend Kapital bis zum Erreichen der ersten Ergebnisse aus der FORTIS-M-Studie sowie zur Fortführung weiterer wichtiger Entwicklungs- und Unternehmensaktivitäten sicherzustellen. Darüber hinaus ist das Unternehmen weiterhin aktiv auf der Suche nach Verpartnerungsmöglichkeiten für oral verabreichbares Talactoferrin - einer Finanzierungsquelle ohne verwässernden Effekt.

Telefonkonferenz

Wie bereits angekündigt, findet heute eine Telefonkonferenz statt. Agennix AG bietet die Möglichkeit, die Konferenz per telefonischer Einwahl oder Live-Übertragung auf der Webseite des Unternehmens www.agennix.com zu verfolgen. Nach der Live-Veranstaltung ist dort auch eine Aufzeichnung abrufbar. Die Telefonkonferenz findet heute, am 6. Mai 2010 um 15:00 Uhr MESZ in englischer Sprache statt.

Den vollständigen Konzernabschluss für das zum 31.03.2010 endende Quartal finden Sie in der Rubrik Investor Relations auf der Webseite von Agennix AG unter: http://www.agennix.com/index.php?option=com_content&view=article&id=14&Itemid=33&lang=de.

Agennix AG

Agennix AG ist ein börsennotiertes, biopharmazeutisches Unternehmen, das neue Therapeutika für Indikationen mit erheblichem medizinischem Bedarf entwickelt, um eine Verbesserung der Lebensdauer und qualität von Patienten mit schweren Erkrankungen zu erreichen. Der am weitesten entwickelte Wirkstoff des Unternehmens ist Talactoferrin, eine oral anwendbare, zielgerichtete Therapieform, die antitumorale Wirksamkeit in randomisierten, doppeltverblindeten, Placebokontrollierten Phase-2-Studien bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs sowie bei schwerer Blutvergiftung (Sepsis) gezeigt hat und sich derzeit in der klinischen Phase-3-Entwicklung bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs befindet. Weitere klinische Entwicklungsprogramme des Unternehmens sind: RGB-286638, ein Kinase-Hemmer, der sich gegen eine Vielzahl von Proteinkinasen richtet (in Phase-1-Entwicklung), der oral verfügbare platinbasierte Wirkstoff Satraplatin sowie eine topische Verabreichungsform (als Gel) von Talactoferrin zur Behandlung von diabetischen Fußgeschwüren. Agennix' eingetragener Firmensitz ist Heidelberg. Das Unternehmen hat drei operative Standorte: Martinsried/München; Princeton, New Jersey und Houston, Texas. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Webseite von Agennix unter www.agennix.com.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.