Würth-Gruppe startet gut in das Geschäftsjahr 2010

Auch im Krisenjahr 2009 positives Betriebsergebnis erwirtschaftet

(PresseBox) (Künzelsau-Gaisbach, ) .
- Januar bis April 2010: Umsatzplus von 6,3 Prozent, Betriebsergebnis 115 Millionen Euro
- 2009: Trotz konjunkturell schwierigem Umfeld positives Betriebsergebnis von 235 Millionen Euro erwirtschaftet
- Jahresumsatz 2009 sinkt um 14,7 Prozent auf 7,52 Milliarden Euro
- Fokus auf Vertrieb

Die weltweit tätige Würth-Gruppe ist mit einem Wachstum von 6,3 Prozent im ersten Tertial in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. "Trotz langem und hartnäckigem Winter in Europa und Nordamerika in den ersten beiden Monaten liegen wir mit einem zweistelligen Wachstum im März und April wieder im Zielkorridor. Wir wollen auf Jahressicht den Umsatz um 8 Prozent steigern", sagte Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe während der Bilanzpressekonferenz in Zürich.

"Die weltwirtschaftliche Entwicklung beobachten wir 2010 weiterhin mit Vorsicht, auch wenn sich einzelne Märkte sicher wieder etwas erholen werden", erläuterte Friedmann die Aussichten für das laufende Jahr. "Trotz dieser Ausgangslage ist es aber unsere feste Absicht, weiter zu wachsen. Wir haben in punkto Kosteneinsparungen unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt setzen wir weiterhin auf einen intensiven Vertrieb mit dem Ziel, unsere Kunden auch im Jahr 2010 nicht nur zufriedenzustellen, sondern zu begeistern. Wenn wir wachsen wollen, müssen wir die Kundenbasis verbreitern." Dazu zähle auch, dass der Konzern in weitere Mitarbeiter investiere. Die Mitarbeiterzahl konnte seit Anfang des Jahres um 953 Mitarbeiter auf 58.835 Mitarbeiter gesteigert werden.

Die Betriebsergebnisentwicklung der Würth-Gruppe in den ersten vier Monaten dieses Jahres verlief ebenfalls erfreulich. Mit einer deutlichen Steigerung zum Vorjahr konnte ein Betriebsergebnis von 115 Millionen Euro im ersten Tertial erreicht werden (+85,5 Prozent zur Vergleichszeit des Vorjahres), sodass ein guter Grundstein für weiteres profitables Wachstum gelegt wurde.

Frühzeitige Maßnahmen haben gegriffen

Auch im Geschäftsjahr 2009 hat die Würth-Gruppe trotz rückläufiger Umsätze in einem konjunkturell schwierigen Umfeld ein Betriebsergebnis von 235 Millionen Euro erwirtschaftet. Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung: "Wie erwartet war 2009 stark vom schwierigen konjunkturellen Umfeld geprägt. Dennoch konnten wir ein deutlich positives Betriebsergebnis erreichen. Das zeigt, dass wir zu den Unternehmen zählen, die es geschafft haben, trotz Krise erfolgreich und profitabel zu wirtschaften. Es war richtig, dass wir sehr frühzeitig und mit den richtigen Maßnahmen reagiert haben. Unsere Strategie, Kosten zu senken und uns gleichzeitig auf unsere Stärke, den Vertrieb, zu konzentrieren, hat sich ausgezahlt. Wir haben beim Vertrieb alle Hebel in Bewegung gesetzt, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Gleichzeitig haben wir mit Bedacht Kosten gesenkt. Hinzu kommt, dass wir in den guten Jahren vorgesorgt haben - etwa indem wir stets auf eine hervorragende Liquidität und eine hohe Eigenkapitalquote geachtet haben. Davon profitieren wir jetzt."

Insgesamt erzielte der Weltmarktführer im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial 2009 einen Umsatz von 7,52 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 14,7 Prozent. Besonders die industrienahen Bereiche, wie etwa die Automobilindustrie oder der Maschinenbau, waren stark von der schwachen Konjunktur betroffen. Hingegen zeigte sich das klassische Handwerk im vergangenen Jahr relativ robust und krisenresistent, wodurch die Umsatzrückgänge in den handwerksnahen Würth Gesellschaften niedriger ausfielen als im Durchschnitt der Unternehmensgruppe.

Im zweiten Halbjahr 2009 zeigte sich in einigen Regionen eine gewisse Bodenbildung. Lag der Umsatzrückgang der Würth-Gruppe im ersten Halbjahr 2009 noch bei rund 18 Prozent, so konnte das zweite Halbjahr deutlich besser abgeschlossen werden, so dass in Folge der Umsatzrückgang für das Gesamtjahr auf 14,7 Prozent reduziert wurde. 2010 ist ein Turnaround im Auftragseingang deutlich erkennbar.

Deutscher Markt trägt maßgeblich zur Ergebnissicherung bei

Die 78 deutschen Konzerngesellschaften, vor allem die handwerksnahe Adolf Würth GmbH & Co. KG trugen im vergangenen Jahr maßgeblich zur Umsatzund Ergebnissicherung der Würth-Gruppe bei. Im Heimatmarkt erzielten die deutschen Gesellschaften einen Umsatz von 3,30 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptträger beim Umsatz und beim Ergebnis ist nach wie vor die Adolf Würth GmbH & Co. KG, die mit 938 Millionen Euro einen Anteil von 12,5 Prozent am Gesamtumsatz der Würth-Gruppe hat. Die Gesellschaften außerhalb Deutschlands setzten insgesamt 4,22 Milliarden Euro und damit 18,1 Prozent weniger um als im Vorjahr.

Investitionen konzentrieren sich auf Vertrieb

Die Würth-Gruppe investierte 2009 weltweit insgesamt 261 Millionen Euro, davon 142 Millionen Euro außerhalb Deutschlands und 119 Millionen Euro in Deutschland. Damit lagen die Investitionen der Gruppe um 192 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. "Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im letzten Jahr sehr unsicher, daher waren wir mit den Investitionen und Akquisitionen zurückhaltender. Die Akquisitions- und Investitionsaktivitäten werden wir jedoch 2010 wieder erhöhen", erläuterte Friedmann. "Wir haben klare Schwerpunkte gesetzt und vor allem den Vertrieb gestärkt, um die Weichen für zukünftiges Wachstum zu stellen."

"Cash is king - an diesem Grundsatz haben wir im vergangenen Jahr alle wesentlichen Entscheidungen ausgerichtet. Das Ergebnis war, dass wir das Working Capital erfolgreich optimieren konnten, was dazu führte, dass sich der Cashflow aus operativer Tätigkeit um 84,3 Prozent auf 800 Millionen Euro erhöhte, ein Niveau, das bisher in der Geschichte der Würth-Gruppe noch nie erzielt wurde (2008: 434 Millionen Euro)", so Friedmann.

Eigenkapitalquote weiterhin stabil

Das Eigenkapital der Würth-Gruppe stieg 2009 um 83 Millionen Euro auf 2,60 Milliarden an. Dieser Anstieg um 3,3 Prozent erhöht die finanzielle Stabilität des Unternehmens, das damit über eine Eigenkapitalquote von 41,3 Prozent verfügt (Vorjahr: 41,2 Prozent). Damit liegt die Würth-Gruppe deutlich über dem Durchschnitt europäischer Handelsunternehmen. Auch internationale Ratingagenturen bestätigen die solide finanzielle Verfassung der Würth-Gruppe: Standard & Poor's mit "A" und Fitch Ratings mit "A-", wenngleich sich aufgrund der wirtschaftlichen Eintrübung der Outlook auf "negativ" verändert hat. "Das Rating ist Ausdruck unserer weiterhin guten Bonitätseinstufung. Es ist zudem ein Zeichen für unsere kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung und die Stabilität unseres Geschäftsmodells", sagte Friedmann.

Mitarbeiter: gezielte und individuelle Anpassungen

Die Würth-Gruppe beschäftigte im vergangenen Jahr 57.882 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind 7,8 Prozent weniger als 2008. Wo möglich, wurden aufgrund der konjunkturellen Lage notwendige Kapazitätsanpassungen über Kurzarbeit oder Gehaltsverzicht realisiert. In einigen Gesellschaften waren weitgreifendere Maßnahmen notwendig, zum Beispiel in Spanien oder den USA, wo im letzten Jahr massive Umsatzeinbrüche aufgetreten sind. Außerdem galt 2009 in nahezu allen Gesellschaften der Würth-Gruppe ein genereller Einstellungsstopp für Mitarbeiter im Innendienst. Insgesamt wurde sehr gezielt und individuell vorgegangen und in manchen Gesellschaften die Außendienstmannschaften sogar verstärkt.

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