Tag der Luftrettung

ADAC investiert 20 Millionen Euro jährlich, damit die Hubschrauberflotte jederzeit einsatzbereit ist

(PresseBox) (Laatzen, ) 47.315 Mal sind die Hubschrauber des ADAC 2011 in die Luft gegangen, um Menschenleben zu retten - so oft wie nie zuvor. Doch damit die "Gelben Engel der Luft" stets zuverlässig abheben können, muss die komplizierte Technik der Helikopter jederzeit einsatzbereit sein. Dafür stehen 128 Mitarbeiter der ADAC Luftfahrt Technik (ALT) und ein Millionenaufwand im Dienste der Notfallrettung - an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr überall im Land. Allein das Material für die Instandhaltung der ADAC-Flotte kostet gut 20 Millionen Euro jährlich.

Halle-Oppin einer von drei Werft-Standorten in Deutschland

Stephan Günther, Accountable Manager der ALT, sagte am Dienstag in der ADAC Werft am Flugplatz Halle-Oppin: "Wir sind diejenigen, die dafür sorgen, dass die Hubschrauber hundertprozentig sicher in die Luft gehen. Nur so kann ein lückenloses Einsatzsystem funktionieren. Voraussetzung dafür ist ein sehr hoher Qualitätsanspruch an sich selbst." Die Außenstelle in Halle-Oppin ist einer von drei Werft-Standorten der ALT bundesweit. Vor 20 Jahren nahmen drei Mechaniker dort den Betrieb auf. Heute sichert hier ein Team von 14 Beschäftigten um Leiter Mathias Roßberg die ständige Diensttauglichkeit von elf fliegenden Intensivstationen in sechs Bundesländern. Der Hangar in Oppin umfasst drei Helikopter-Docks, in denen in der Regel Hubschrauber des Typs EC135 gewartet werden.

Jede Stunde in der Luft heißt drei Stunden in der Wartungshalle

Hubschrauber-Wartung ist eine teure und aufwendige Angelegenheit. "Jede Flugstunde zieht je nach Hubschraubertyp eineinhalb bis drei Stunden Wartung nach sich. Unter 40.000 Euro auf der Rechnung geht kaum eine große Kontrolle zu Ende", sagt Günther. Eine Summe, die sich schnell vervielfachen kann, wenn Getriebe, Triebwerke oder andere Großbauteile gewechselt werden müssen. Wegen der drehenden Verschleißteile am Helikopter ist der Materialeinsatz besonders hoch. Alle 100 Flugstunden werden die ADAC-Helikopter an ihren Rettungsstandorten gewartet. Nach 300 bis 400 Stunden in der Luft müssen sie turnusgemäß zur Inspektion in die Werft und werden dort drei Wochen lang auf Herz und Nieren geprüft. Die Rettungsstationen fliegen ihre Einsätze in dieser Zeit mit Ersatzhubschraubern der ADAC Luftrettung.

Sieben Tage Bereitschaftsdienst rund um die Uhr

Den lückenlosen Service auch außerhalb der Kernzeiten stellen acht Bereitschaftsprüfer der ALT sicher, zwei davon sind in Halle-Oppin stationiert. Einer von ihnen ist Danny Schäfer. Seit fast fünf Jahren fährt er raus, wenn Vogelschlag, Baumberührung oder Technikmüdigkeit einen Helikopter lahmgelegt haben. Sieben Tage in der Woche ist er 24 Stunden in Bereitschaft. Danach hat er sieben Tage frei. "Eine große Herausforderung, weil man rund um die Uhr volle Konzentration abrufen und in kürzester Zeit Entscheidungen treffen muss, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen", sagt Schäfer.

Helikopter-Reparatur auf einer Wiese im Harz

Schnelle Entscheidungen sind gefragt, so wie voriges Jahr im Harz, als eine Besatzung einen Fehlermeldung im Hauptgetriebe ihres Hubschraubers meldete. Weil der Helikopter auf einer Wiese am Hügel nur 20 Meter von der Harzer Schmalspurbahn entfernt stand, konnte er nicht in die Werft transportiert werden. Also musste Danny Schäfer die Maschine vor Ort wieder fit machen - unter den Blicken zahlreicher Schaulustiger.

Die ADAC Luftfahrt Technik in Fakten

- 128 Mitarbeiter an 3 Standorten (Hauptsitz am Flugplatz Bonn-Hangelar, Außenstellen in Landshut und Halle-Oppin)
- Betreuung von 37 Luftrettungsstationen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
- Wartungsarbeiten an Hubschraubern für mehr als 22.000 Flugstunden im Jahr
- seit 1996 eine 100-prozentige Tochter des ADAC, hervorgegangen aus der Air Lloyd Deutsche Helikopter Flugservice GmbH
- Wartung, Reparatur, Instandsetzung, Veredelung, VIP-Ausrüstung und Betreuung von Hubschrauber-Flotten gehören zu den Aufgaben der ALT
- Der Umsatz hat sich von 2000 bis 2011 auf über 30 Millionen Euro fast verdreifacht
- Zum Kundenkreis zählen u.a. die niederländische ANWB Medical Air Assistance, die Luxembourg Air Ambulance, die Bundespolizei, nationale Polizeihubschrauberstaffeln, Luftfahrtunternehmen sowie private Hubschrauberbetreiber

Die ADAC Luftrettung in Zahlen

- 597.000 Einsätze seit der Gründung 1970
- 47.315 Einsätze im Jahr 2011
- 180 Mitarbeiter, darunter 130 Piloten/Co-Piloten/Bordtechniker, unterstützt von 760 Ärzten und 280 Rettungsassistenten
- 51 Rettungshubschrauber
- 34 Rettungsstationen, je eine davon in Österreich und den Niederlanden

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