IT-Outsourcing Markt Deutschland

Wann kommt der Aufschwung?

(PresseBox) (Zürich, ) Es gab schon wesentlich bessere Zeiten für den deutschen IT-Outsourcing-Markt. Dies belegen die Ergebnisse des aktuellen «Sourcing Monitor» des Beratungshauses Active Sourcing. War das erste Quartal 2010 noch das zweitbeste der letzten drei Jahre, so zeigt das Q2/10 schon wieder ein mageres Ergebnis. Das IT-Outsourcing-Geschäft in Deutschland befindet sich zurzeit, vor allem was Projekte erstmals auslagernder Unternehmen betrifft, in einer Baisse. Die Prognose der Rubrik «Market Forecast» rechnet bis Ende Jahr mit einem vergleichsweise geringen gesamthaften Vertragsvolumen von rund 1'700 Mio. EUR. Bis Mitte des nächsten Jahres wird nochmals ungefähr dieselbe Summe dazukommen. Über drei Viertel dieses erwarteten Volumens dürfte auf das Erneuerungsgeschäft entfallen.

Mit insgesamt 19% Marktanteil wird der Handel gemäss der Prognose von Active Sourcing in den kommenden zwölf Monaten die bedeutendste Branche im deutschen Outsourcing- Markt sein. Die Services Desktop und Netzwerk werden dabei mit 31% bzw. 25% des Marktes die Hauptrollen spielen.

Die Ruhe vor dem Sturm?

In der vergangenen Jahresperiode (Q3/09-Q2/10) wurden im deutschen IT-Outsourcing- Markt Vertragsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden EUR verzeichnet. Dies entspricht einem Minus von rund 1,5 Milliarden EUR gegenüber der Vergleichsperiode Q3/08-Q2/09. Der starke Rückgang liegt nicht unbedingt an weniger Marktaktivität, sondern vielmehr am Ausbleiben volumenreicher Outsourcing-Verträge. In den letzten zwölf Monaten kamen bedeutend weniger Deals über 100 Mio. EUR zustande als in den Jahren zuvor.

Die Banken verzeichneten in den letzten vier Quartalen die höchste Outsourcing-Aktivität, gefolgt vom Handel und dem Dienstleistungs-Sektor. Schaut man sich allerdings die Gesamtvolumen resp. die Marktanteile an, so sticht hier die Transport- und Logistik- Branche mit 31% des Gesamtmarktes heraus. Die Banken (24%) und der Handel (21%) folgen dabei knapp hintereinander auf den Rängen 2 und 3.

Nach ausgelagerten Service-Bereichen ergibt sich ein ziemlich deutliches Bild: Desktopund Midrange-Services dominieren gegenüber anderen Services. Zusammen weisen Desktop und Midrange mehr als die Hälfte aller Verträge auf und beanspruchen mehr als 75% des Marktes nach Gesamtvolumen.

T-Systems ist weiterhin der unbestrittene Marktführer

In den vergangenen drei Jahren verzeichnete T-Systems die mit Abstand höchste Anzahl Outsourcing-Verträge über der Grenze von 10 Mio. EUR Vertragsvolumen. IBM landet in diesem Ranking auf Platz 2, während sich Atos Origin, Computacenter und Siemens IT Solutions and Services den dritten Rang teilen. T-Systems führt zudem auch das Ranking nach gesamtem Vertragsvolumen (TCV) mit 32% deutlich an. IBM kommt auf 16% des Marktes und landet wiederum auf dem zweiten Platz. Die Top-3 komplettiert in dieser Übersicht HP (inklusive der 2008 übernommenen EDS), welche 12% des Volumens für sich gewinnen konnte.

Im Hintergrund-Artikel der aktuellen Ausgabe des «Sourcing Monitors» geht Active Sourcing auf die «erfolgreiche Umgestaltung in Schieflage geratener Outsourcing- Beziehungen» ein. Wer seine IT das erste Mal an einen Dienstleister auslagert, ist oft nicht auf Anhieb erfolgreich. Stolpersteine findet man bereits bei der Transition - also der Überführung der Services - zum externen Partner. Häufig werden auch noch ein Jahr nach dem Betriebsübergang nicht alle vereinbarten Service Levels erfüllt. Bei den meisten Unternehmen wird zudem die gewünschte Leistungs- und Kostentransparenz nicht erreicht und verursacht dauerhafte Konflikte mit dem externen Partner. Der Artikel spricht Möglichkeiten an, wie durch gezielte Steuerungen und Kompetenz-Regelungen die vom Kurs abgekommenen Outsourcing-Beziehungen wieder in sicheres Fahrwasser geleitet werden können.

«Sourcing Monitor»

Seit 2004 sammelt Active Sourcing systematisch öffentlich zugängliche Informationen zu Outsourcing-Verträgen in Europa. Diese Daten bilden die Grundlage des «Sourcing Monitor». Dieser beleuchtet die Marktentwicklung in der Vergangenheit und wagt eine Prognose für die nächsten 12 Monate. Der «Sourcing Monitor» erscheint quartalsweise für den Schweizer und deutschen Markt in je einer Ausgabe mit einem Umfang zwischen 40 und 50 Seiten. Fünf Jahre nach der ersten Ausgabe wurde der «Sourcing Monitor» im Juni 2010 grafisch sowie inhaltlich komplett überarbeitet.

Mehr Informationen unter www.active-sourcing.com/sourcing_monitor.
Die der Medieninformation beigefügten Grafiken dürfen in der Berichterstattung verwendet werden.

Active Sourcing AG

Als führendes Beratungsunternehmen im Bereich IT-Outsourcing und Business Process Outsourcing setzt sich Active Sourcing ausschließlich mit den spezifischen Fragestellungen rund um dieses Thema auseinander - sei es durch die tägliche Arbeit in den zahlreichen Projekten, sei es auf Basis der permanenten Marktbeobachtung. Unsere Experten nehmen unabhängig von ihrer Rolle als Berater oder Coach, Prozessbegleiter oder Umsetzer, die Aufgabe als verlängerter Arm des Auftraggebers wahr. Aufgrund ihrer Erfahrung ermöglichen sie eine effiziente und sichere Umsetzung von Outsourcing-Projekten und entlasten die Verantwortlichen beim Kunden. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass diese für das Tagesgeschäft möglichst uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Active Sourcing begleitet die Kunden entlang des gesamten Sourcing Life Cycle beim Assessment, der Sourcing Konzeption, dem Ausschreibungsverfahren, den Vertragsverhandlungen, der Transition, bei Preisverifikationen, Performance Audits oder Service Optimierungen. Dank der Begleitung von jährlich rund 20 Transaktionen und unserer systematischen Marktbeobachtung bleiben wir den berühmten Schritt voraus, welcher zum nachhaltigen Erfolg unserer Kunden beiträgt.

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