Solarenergie - Made in Tyrol

Informationsreihe "Forschungsplatz Österreich" Fallbeispiel Unternehmenscluster "Erneuerbare Energien" in Tirol

(PresseBox) (Wien, ) Die Initiative "Forschungsplatz Österreich" des österreichischen Wirtschaftsministeriums soll die Alpenrepublik als Standort für Forschung und Entwicklung international stärken. Mit dem neuen Fallbeispiel wird Tirol als hervorragender Standort für die Solarenergie-Branche vorgestellt. Das Bundesland mit dem Unternehmenscluster "Erneuerbare Energien" entwickelt sich zusehends zum österreichischen Innovationsstandort für Solarenergie.

SUN-SYSTEMS, Sunplugged, SOLON Hilber, TISUN - Diese Solarenergie-Unternehmen gehören zum Cluster "Erneuerbare Energien" der Tiroler Zukunftsstiftung, der Standortagentur des Landes Tirol (www.zukunftsstiftung.at). Hier hat sich in den letzten Jahren im Bereich Photovoltaik und Solarwärme ein Kompetenz- und Exzellenz-Netzwerk aus rund 13 Technologieproduzenten und Planungsdienstleistern etabliert. Im Jahr 2009 haben mehr als 500 Mitarbeiter rund 250 Millionen Euro Umsatz erarbeitet. Die Palette der angesiedelten Betriebe reicht von Weltmarktführern über hoch spezialisierte Komponentenlieferanten bis zu Spezialisten für Systemlösungen. Eine hohe Innovationskraft und ein internationaler Kundenstamm zeichnen diese Unternehmen aus.

Sonnige Aussichten in Tirol

Immer mehr Firmen warten mit viel versprechenden Technologien und Produkten auf. Beispielsweise entwickelt das Jungunternehmen "Sunplugged Photovoltaics" (www.sunplugged.at) gemeinsam mit dem Osttiroler Jalousien-Hersteller HELLA Jalousien-Lamellen auf Basis flexibler Dünnschicht-Solarzellen, mit denen das Sonnenlicht zu Strom umgewandelt wird.

Das Projekt ist Teil von K-Regio Pro Solar, einem Förderprogramm der Tiroler Zukunftsstiftung. Der Forschungsverbund K-Regio Pro Solar besteht aus vier Tiroler Unternehmen und zwei Instituten der Universität Innsbruck und will in den nächsten zwei Jahren innovative Solarmodule entwickeln, die maßgeschneidert in unterschiedliche Gebäudeteile und Geräte integriert werden können.

Unternehmen wie Solarmodulproduzent SOLON Hilber (www.solonhilber.at) oder der Sonnenkollektorhersteller TISUN (www.tisun.com) zählen bereits zu den Weltmarktführern. Dank hoher Innovationskraft avancieren auch immer mehr Klein- und Mittel-Unternehmen zu international gefragten Komponenten- und Systemlieferanten: Die Firma SUN SYSTEMS (www.sun-systems.com) aus Wörgl liefert etwa individuell maßgeschneiderte Solarenergielösungen an Kunden wie das Güterverkehrzentrum in Ingolstadt - mit Audi als Hauptnutzer - oder B. Braun, weltweit agierender Hersteller von Medizinprodukten.

2.600 Mitarbeiter aus Forschung und Praxis

Der Cluster Erneuerbare Energien Tirol deckt neben der Photovoltaik und der Solarthermie weitere Forschungs- und Entwicklungsbereiche ab. Dazu zählen Wärmepumpe, Biomasse/ Biogas/ Kraft-Wärme-Kopplung, Mobilität, (Klein-)Wasserkraft, allgemeine Energieeffizienz und energieeffizientes Bauen. Insgesamt bilden 65 innovationsstarke Unternehmen, Institutionen und Hochschulen mit rund 2.600 Mitarbeitern den Cluster.

Österreich forciert Solarwärme

Mit dem Impulsprogramm "Solarwärme 2020" forciert das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) die Technologieentwicklung und Umsetzung thermischer Solarenergie in Österreich. Ziel ist es, bis 2020 rund zehn Prozent des Niedertemperatur-Wärmebedarfs aus solaren Energiequellen zu schöpfen, im Jahr 2050 sollen sogar über 40 Prozent erzielt werden. Um das Potenzial voll zu nutzen, investiert Österreich rund 1,47 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung sowie Impulsförderungen. www.energiesystemederzukunft.at

Österreichs Umwelttechnik im internationalen Umfeld erstklassig

Österreich beweist höchste Umweltverantwortung: Laut Environmental Performance Index (EPI) 2010 der Yale University gehört das Land innerhalb der EU - nach Schweden und Frankreich - zu den Top 3 in Fragen des Umweltschutzes oder der Reduktion von CO2-Emissionen. Speziell bei der Entwicklung ressourcen- und umweltschonender, effizienter Technologien auf Basis erneuerbarer Energiequellen befindet sich das Land im internationalen Top-Feld. Die österreichische Umwelt- und Energieforschung ist vorrangig anwendungsorientiert. Rund 25 Universitätsinstitute, eine Reihe von außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Großteil der 375 Unternehmen dieser Branche betreiben F&E im Umwelt- und Energiebereich.

Enormer Wachstumsmarkt Umwelttechnik

Nach dem Bericht "Österreichische Umwelttechnikindustrie" des Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) 2009 hat sich der Umsatz dieser Branche in den letzten 15 Jahren von 1,5 Milliarden auf 6 Milliarden Euro vervierfacht. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzplus von 12,3 Prozent gehört die Umwelttechnikindustrie zu den wachstumsstärksten Märkten Österreichs. Auch der Export ist in diesem Zeitraum um das Zweieinhalbfache gestiegen (von 1,5 Milliarden auf 3,9 Milliarden Euro). Die Beschäftigungszahl hat sich auf 22.000 Beschäftigte verdoppelt. Die Forschungsausgaben sind ebenso stark gestiegen: Heute investieren die österreichischen Umwelttechnikanbieter rund 17 Prozent ihres Umsatzes in F&E.

Über die Initiative "Forschungsplatz Österreich"

Das österreichische Wirtschaftsministerium hat die Initiative "Forschungsplatz Österreich" ins Leben gerufe, um die Bekanntheit Österreichs als Standort für Forschung und Entwicklung international zu erhöhen. Von Januar 2010 bis April 2011 dauert die aktuelle Initiative, die an die erste erfolgreiche Kampagne von 2008 anknüpft. Vor allem mittelständische deutsche Firmen sollen für die technologische Leistungsfähigkeit Österreichs interessiert werden und Forschungsaufträge nach Österreich vergeben oder mit Forschungseinrichtungen in der Alpenrepublik expandieren.

ABA-Invest in Austria

ABA-Invest in Austria ist eine im Eigentum des österreichischen Wirtschaftsministeriums stehende Betriebsansiedlungsgesellschaft. Sie berät interessierte Unternehmen kostenlos bei der Standortwahl, in arbeits- und steuerrechtlichen Fragen, hilft bei der Suche nach Kooperationspartnern und unterstützt im Kontakt mit Behörden. Interessierte Unternehmen werden von Mitarbeitern in der Wiener Zentrale und den Büros in New York und Tokio betreut.



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