Österreich Vorreiter auf dem Recyclingmarkt

Steirisches Unternehmen entwickelt neues Verfahren zur Erkennung von Sonderglas / Österreich belegt Platz 6 bei Innovationen in der EU

(PresseBox) (Wien, ) Das österreichische Unternehmen Binder + Co hat das weltweit erste industrietaugliche System zur Aussortierung von Sonderglas aus Recycling-Glasscherben entwickelt. Sondergläser sind besonders hitzebeständig, optisch unterscheiden sie sich aber kaum von herkömmlichem Glas. Aufgrund ihrer höheren Schmelztemperatur stellen sie bei der Glasproduktion einen besonderen Störfaktor dar und müssen daher rechtzeitig erkannt und aussortiert werden. Die innovative Technologie des Weltmarktführers im Bereich Glas-Recycling macht das Verfahren zur Erkennung von Sonderglas effizienter als das bisherige Recyclingsystem, welches zudem arbeitssicherheitsbedenkliche Röntgenstrahlung nutzt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das zur Glasproduktion beigemengte Recyclingmaterial erhöht werden kann. Der Primär-Rohstoff Glas kann somit Ressourcen schonender eingesetzt werden. Ende März 2010 wurde der Spezialist für Aufbereitungs-, Umwelt- und Verpackungstechnik aus der Steiermark für die technologische und umweltfreundliche Innovation mit dem Staatspreis Innovation 2009 des österreichischen Bundesministeriums ausgezeichnet.

Forschungserfolg mit deutscher Beteiligung

Aufgrund des hervorragenden wissenschaftlichen Netzwerkes war die Markteinführung des prämierten Recyclingsystems in nur zwei Jahren nach Beginn des Projekts möglich. Neben der Technischen Universität Graz waren auch ein Fraunhofer-Institut aus Deutschland, private Forschungseinrichtungen in der Steiermark sowie weltweite Lieferanten in die Entwicklung eingebunden.

Innovationsstandort Österreich unter den Top Ten der EU-Länder

Neben der guten Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet der Forschungsstandort Österreich weitere Pluspunkte: Im europaweiten Innovationsvergleich schließt Österreich zur Gruppe der Spitzenreiter auf. In dem jährlich von der EU-Kommission erhobenen Index "European Innovation Scoreboard" belegt Österreich Platz sechs nach Schweden, Finnland, Deutschland, Großbritannien und Dänemark. In den Innovations-Index fließen 29 Indikatoren zur Bewertung der Innovationsleistung eines Landes ein, darunter die Verfügbarkeit von Fachpersonal, Angaben über Forschungs- und Entwicklungsausgaben oder die Versorgung mit Risikokapital.

"Österreich hat einen großen Anteil an hoch spezialisierten und innovativen Klein- und Mittelbetrieben, die in ihrem Produktbereich oftmals Weltmarktführer sind. Österreich fördert die forschenden Unternehmen, indem diese etwa für Forschungsaufwendungen einen Freibetrag von 25 Prozent geltend machen können. In Einzelfällen sind sogar bis zu 35 Prozent möglich", betont René Siegl, Geschäftsführer der österreichischen Betriebsansiedlungsgesellschaft ABA - Invest in Austria. Seit dem Jahr 2000 sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Österreich um 70 Prozent auf über 6,8 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von knapp 8 Prozent. Der Standort Österreich weist damit die größte Dynamik innerhalb der EU auf. Auch künftig will Österreich sein Engagement in Forschung und Entwicklung weiter ausbauen und neue Anreize für die Ansiedlung von innovativen Unternehmen setzen.

ABA-Invest in Austria

ABA - Invest in Austria ist eine im Eigentum des österreichischen Wirtschaftsministeriums stehende Betriebsansiedlungsgesellschaft. Sie berät interessierte Unternehmen kostenlos bei der Standortwahl, in arbeits- und steuerrechtlichen Fragen, hilft bei der Suche nach Kooperationspartnern und unterstützt im Kontakt mit Behörden. Interessierte Unternehmen werden von Mitarbeitern in der Wiener Zentrale und den Büros in New York und Tokio betreut.


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